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Die Idee zur Kampagne

wurde durch Rabbiner Teichtal (Chabad Lubawitsch Berlin), nach dem antisemitisch begründeten Übergriff auf seine Person und Seine Kinder initiiert.

Er startete eine Social Media Kampagne unter dem Titel "Wer bin ich".

 

Gesamtgesellschaftliche Ausrichtung

Die Kampagne mit dem Titel "Solidarisch gegen Hass" entwickelte sich aus dieser Grundidee, nach dem ebenfalls antisemitisch motivierten Übergriff auf Jan Aaron Hammel kurze Zeit später. Durch die Zusammenarbeit von Chabad Lubawitsch Berlin (Rabbiner Teichtal), der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und dem Jehi `Or - Jüdisches Bildungswerk für Demokratie - gegen Antisemitismus gUG (Jan Aaron Hammel) in der Rolle des Katalysators und Projektkoordinators, bekam die Kampagne nunmehr eine breitere, gesamtgesellschaftliche Ausrichtung unter dem Namen "Solidarisch gegen Hass".

Zudem entstand in gemeinschaftlicher als Fundament der Kooperation 
die Berliner Erklärung bürgerschaftlicher Solidarität.

Die erweiterte Berliner Erklärung im Wortlaut

Wir sind Berlinerinnen und Berliner. Wir sind vielfältig – und eine Gemeinschaft.

Wir glauben, dass alle Menschen als Menschen mit gleicher Würde und gleichen unveräußerlichen Rechten ausgestattet, mit Vernunft und Gewissen begabt sowie aufgefordert sind, ihre jeweils besondere Persönlichkeit in verantwortlicher Freiheit zu entfalten und einander im Geiste der Geschwisterlichkeit zu begegnen.

Wir stehen ein für die unantastbare Würde und für das Recht auf Schutz jedes einzelnen Menschen vor der Herabwürdigung, Belästigung, Bedrohung, Misshandlung, Gewalt- und Willkürmaßnahmen wegen der Abstammung oder rassistischer Zuschreibungen, der ethnischen Herkunft oder Herkunftssprache, der Religion oder Weltanschauung, des Geschlechts, der sexuellen Identität, des Alters, einer Behinderung oder des sozialen Status – und wir stehen zusammen.

Wir verteidigen unsere gemeinsamen Grundwerte als bürgerschaftliche Solidargemeinschaft. Denn wer antisemitische, rassistische oder andere chauvinistische Vorurteile in Gewalt- oder sonstige Straftaten umsetzt, greift damit in der Tat die Menschenwürde und uns alle an. Daher stellen wir uns einig solchen Angriffen auf Menschenwürde, Recht und Freiheit entgegen.


Unsere bürgerschaftliche Solidarität gründet sich auf die Werte, Prinzipien und rechtlichen Normen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Sie ist Ausdruck unseres Willens, das gesellschaftliche Zusammenleben im Rahmen und nach den Regeln einer freiheitlichen demokratischen Ordnung zu gestalten, die – nach Maßgabe der Verfassung von Berlin, des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und der Charta der Grundrechte der Eu-ropäischen Union – die Menschenwürde und die Menschenrechte, das auf die Volkssouve-ränität gegründete Demokratieprinzip und das Rechtsstaatsprinzip achten und wahren. Sie wendet sich in dem Sinne auch gegen menschenverachtende Hetzkampagnen, die – etwa auf der Grundlage von Verschwörungsmythen - konstruktiv engagierte Personen des öffent-lichen Lebens verunglimpfen, verächtlich machen, herabwürdigen und/oder als Ziele für Hasskriminalität markieren.   

Daher arbeiten wir auch nicht mit Personen und Organisationen zusammen und unterstützen keine politischen Bestrebungen, die diese freiheitliche demokratische Grundordnung und das gesellschaftliche Zusammenleben auf ihrer Grundlage effektiv beeinträchtigen oder ak-tiv bekämpfen.


Eine blau-weiße Schleife

ist das das Erkennungssymbol der Kampagne "Solidarisch gegen Hass".

Die Schleife ist eine Idee von Uwe Wilhelm und Yvonne Trede, mit der Kampagne www.stopp-antisemitismus.de.

Als wir selbst über ein Erkennungszeichen der Kampagne nachgedacht haben, kam Herr Wilhelm auf uns zu, der uns die Schleife und sein Konzept vorstellte.

Daraufhin haben wir eine Zusammenarbeit vereinbart.

 

"Angesichts der wachsenden Zahl antisemitischer Übergriffe ist es wichtig, dass wir als Gemeinwesen und auch als Einzelne sichtbare Solidarität mit jüdischen Mitbürgern zeigen, sei es durch emotionale Verbundenheit, verbale Unterstützung oder vitale Aktionen."

Uwe Wilhelm, Schriftsteller

Trägerkreis

Chabad Lubawitsch Berlin
Jüdische Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R.
Jehi `Or Jüd. Bildungswerk für
Demokratie - gegen Antisemitismus gUG
Projektkoordination