Das Neuköllner Register hat im aktuellen Auswertungszeitraum insgesamt 467 Vorfälle dokumentiert. Damit handelt es sich um die zweithöchste erfasste Zahl seit Beginn der Dokumentationspraxis im Jahr 2016. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein leichter Rückgang um 22 Vorfälle zu verzeichnen. Insgesamt bleibt das Niveau jedoch weiterhin hoch.
Die Auswertung zeigt zugleich eine Verschiebung innerhalb der Vorfallskategorien: Während körperliche Angriffe leicht zurückgehen, nehmen Bedrohungen, Beleidigungen und Pöbeleien zu. Diese Entwicklung steht häufig in engem Zusammenhang mit rassistisch motivierten Kontexten.
Rassismus stellt das häufigste Motiv dar: Rund ein Drittel aller erfassten Vorfälle sind rassistisch motiviert. Die Auswertung verweist dabei auf den Einfluss gesellschaftlicher Diskurse, insbesondere rund um Migration und Zugehörigkeit. Diese Debatten gehen zunehmend mit verbalen Anfeindungen und einer Verschärfung des gesellschaftlichen Tons einher.
Antisemitismus bleibt das zweitstärkste erfasste Motivfeld. Insgesamt wurden 120 Vorfälle dieser Kategorie dokumentiert. Auch dieser Bereich unterstreicht die anhaltende Relevanz der Auseinandersetzung mit antisemitischer Diskriminierung im Bezirk.
Die vollständige Broschüre mit detaillierten Auswertungen des Neuköllner Registers kann auch unter folgender URL heruntergeladen werden:
https://berliner-register.de/publikationen/jahresauswertung-2025-register-neuk%C3%B6lln-662/
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